FC Thalwil
- FCOP4 4:6 (2:2)
Sportplatz in Thalwil, 50 Zuschauer, Schiedsrichter
??
4:2 Rückstand nach 0:2 Führung
nach 60 Minuten. Keiner glaubte mehr richtig an
die Wende. Der Aufstieg war weit in die Ferne
gerückt. Ein Auf und Ab mit einem vielleicht
glücklichen, aber durch die kämpferische
Leistung der letzten 20 Spielminuten auch verdienten
Sieger.
Mit gemischten Gefühlen gingen wir in dieses
Spiel, waren doch nicht weniger als 6 Stammspieler
abwesend. Dietz ist nächste Woche sicher
wieder dabei, Mutschli ist noch nicht sicher aufgrund
seiner Rückenverletzung, aber auf die anderen
vier (Mäts, Bumä, Schuh und Vögi)
müssen wir auch am nächsten Mittwoch
sicher verzichten. Hoffen wir einfach, dass wir
dann ein wenig sicherer auftretten als gestern
in Thalwil.
Zwar gingen wir innerhalb der ersten 15 Minuten
schnell durch zwei Tore von Päuli in Führung,
aber mehr Sicherheit verhalf uns dieses Resultat
unserem Spiel nicht zu geben. Eher im Gegenteil.
Keiner machte mehr zu viel und man meinte bereits,
dass dieses Spiel zu unseren Gunsten gelaufen
sei, aber dem war bei weitem nicht so. Der Gegner
stellte sich auf unsere Spielweise ein und Päuli
konnte nicht mehr einfach so in die Gasse geschickt
werden und im weiteren nahmen die Thalwiler nun
das Spielgeschehen auch in die eigene Hand, resp.
Füsse.
Je länger das Spiel dauerte, umso mehr Feldvorteile
hatten sie und dementsprechend liessen auch Ihre
Chancen nicht mehr lange zu warten. Prompt ging
es dann auch nur ein paar Minuten nach unserer
2:0 Führung, ehe ein eher harmloser Schuss
leider von Auge nicht mehr auf der Linie weggeschlagen
werden konnte, sondern ins eigenen Netz kullerte.
Ein klassisches Eigentor, aber dies tut auch nicht
zur Sache, den es war nur eine Frage der Zeit
bis die Thalwiler das Anschlusstor erzielen würden.
So Lust- und Kraftlos habe ich unsere Mannschaft
schon lange nicht mehr gesehen.
Die Thalwiler drängten weiter und man merkte
Ihnen den Siegeswillen klar an, auch dass sie
uns ein Bein stellen wollten, so dass wir evtl.
nicht aufsteigen würden. Wir bekamen das
Spiel bis zur Pause dann auch nicht mehr in den
Griff und nach 30. Minuten hiess es dann 2:2.
Darauf folgten auf beiden Seiten einige Chancen,
aber Tore wollten keine mehr fallen. Aufgrund
unserer Anfangsleistung und der Leistungssteierung
der Thalwiler ging dieses 2:2 zur Pause in Ordnung.
In der Pause konnte endlich mal wieder nach Luft
geschnappt und ein wenig Flüssigkeit zu sich
genommen werden, so dass ein jeder wieder einen
klaren Kopf nach der Pause hat. Wir redeten uns
Mut zu, aber irgendwie drang dass nicht bis zu
jedem durch, denn kaum begann die 2. Halbzeit
wieder hiess es bereits nach 48. Minuten 3:2 für
den Heimclub. Wir liessen zwar den Kopf noch nicht
hängen, aber viel schaute auch nicht heraus
und als dann in der 59. Minute gar noch das 4:2
für Thalwil fiel, waren viel der Ansicht,
auch die Spieler, dass es dies nun gewesen sei
und wir aufpassen mussten, dass wir nicht gleich
untergehen würden.
Doch irgendwie kam es ganz anders. Praktisch mit
dem nächsten Angriff zeigten wir wieder ein
wenig Feuer. Ein Flanke von Jansa und den anschliessenden
Kopfball konnte der Torhüter nur knapp abwehren,
aber der Abpraller und Nachschuss landete am Pfosten
des Gegners, so dass es weiterhin 4:2 hiess.
In der 65. Minute setzte dann Remo zu einem langen
und schweisstreibenden Solo an, ehe er nur noch
mittels einem Foul im Strafraum gestoppt werden
konnte. In Anbetracht der Abwesenheit von Bumä
schnappte sich Helmi den Ball und verwertete diesen
souverän zum 3:4. In der Folge begannen wir
zu drücken und suchten vorerst mal den Ausgleich.
In der 70. Minute bekamen die Thalwiler den Ball
einfach nicht mehr aus dem 16er und der Torhüter
irrte auch irgendwo umher, so dass Läse den
"möchtegern" Befreiungsschlag der
Thalwiler, welcher nur bis an den eigenen 16er
kam, völlig freistehend und eckenaussuchend
zum Ausgleich einschieben konnte.
Die Thalwiler glaubten ihren Augen nicht, gaben
sie doch einen 2-Tore-Vorsprung aus den Händen,
welchen sie auch hätten ausbauen müssen,
aber unser Goalie wie auch die ganze Abwehr rettete
einige Male in höchster Not. Aber jetzt kam
es noch dicker. Nur gut 2 Minuten nach dem Ausgleich
gelang Päuli ein weiterer Treffer. Es war
das gleiche Muster wie die ersen beiden Tore.
Buchi kickte aus und Päuli konnte alleine
losziehen. Klar, dieser Ausgleich verängstigte
und verwirrte auch den Gastgeber und Päuli
nutzte seine weitere Chance eiskalt aus und schoss
zum 4:5 ein.
Ein aufreibendes und aufregendes Spiel wurde wieder
gekehrt. Jetzt waren wir wieder am Drücker
und konnten alles machen, auf Zeit spielen, denn
Ball wegschlagen oder was auch immer. Zu mehr
als einer einzigen richtigen Chance (welcher evtl.
ein Elfmeter hätte sein können) kamen
die Thalwiler aber nicht mehr. Ein Getümmel
vor unserem Tor und einige Spiel fielen nur noch
um..... Eigene wie auch Gegenspieler und der Schiedsrichter
entschied schlussendlich auf Freistoss für
uns, worüber wir uns natürlich nicht
zu beklagen hatten. Wie gesagt, von einigen Stimmen
hörte ich ein Elfmeter und von einigen keinen.
Ich selber kann es nicht beurteilen und drum will
ich es in der Luft stehen lassen. Auf jedenfall
war dies die Game-Winning-Situation dieses Spiels
am Schluss. Das Krönchen setzte sich Päuli
in der Nachspielzeit mit seinem vierten Treffer
gleich selber noch aus. Läse kämpfte
um einen Ball, welcher anschliessend als Befreiungsschlag
bei Päuli landete, dieser einen Feldspieler
ausspielte und anschliessend zum entscheidenden
4:6 einschoss.
Das Spiel ist vorbei. Es war nichts schön,
aber es wurde trotzdem was geboten. Von einem
2:0 zu einem 2:4 und schlussendlich mit 6:4 als
Sieger vom Platz. Es war die Willenssteigerung
in den letzten 20 Minuten die uns zum Sieg geholfen
hatte.
Herzlichen Dank den Zuschauern und ich hoffe,
dass Ihr uns auch in Oberrieden zur Unterstützung
nachreist. Es ist das letzte und entscheidende
Spiel dieser Saison. Hoffen wir, dass wir dies
auch noch gut über die Bühne bekommen
und dann verdient feiern können.
Lö