3. & 4.Liga Blitz-Turnier in Rümlang

Kurzfristig durch den SV Rümlang angefragt, da eine Mannschaft abgesagt hatte, nahmen wir an diesem Turnier teil. 3 Spiele à 30 Minuten nahmen wir uns vor, ohne grosse Hoffnungen und Ambitionen, etwas in diesem Turnier zu erreichen. Zwar nahmen wir es seriös, doch schauten wir dies eher als Lauftraining und Spielpraxis an, spielten doch hauptsächlich Gegner aus der 3.Liga und solche Mannschaften, welche sich in der letzten Saison an der Spitze der 4.Liga positioniert hatten, mit. Es kam aber am Schluss alles anders als wir es selber gedachten hatten.

Als vermeindliches Kanonenfutter gingen wir ins erste Gruppenspiel gegen den FC Bülach, welche letztes Jahr einen guten Mittelfeldplatz in der 3.Liga erreichte. Spielerisch und läuferisch waren sie uns auch überlegen, doch die ersten grossen Chancen hatten wir in diesem Spiel durch schnell vorgetragene Konter. Die ersten beiden Chancen gingen noch daneben oder an den Pfosten, doch mit der Zeit, auch dank dem kämpferischen Einsatz eines jeden und dem guten Kollektiv unsererseits, gestalteten wir das Spiel ausgeglichen. Mit einem direkt verwandelten Eckball von Päuli gingen wir dann auch nicht unverdient 1:0 in Führung. Der FC Bülach drückte nun mehr, aber in den gesamten 30 Spielminuten kamen sie zu keiner zwingenden Torchance. Kurz vor Schluss, als der FC Bülach alles nach vorne warf erhöhten wir auf das Schlussresultat von 2:0.

Im zweiten Spiel trafen wir auf den Veranstalter SV Rümlang aus der 4.Liga. Das Spiel war lange Zeit ausgeglichen, doch nach ca. 15 Minuten mussten wir durch einen Bogenball aus ca. 25 Metern das 0:1 hinnehmen. Aber als ob alles für uns locker zu und her ginge nahmen wir diesen Rückstand zur Kenntniss und spielten unser Spiel weiter und zwangen den Gegner zu Fehlern. In den letzten 10 Minuten kehrten wir dieses Spiel noch hochverdient durch Tore von Bumä, Ponti und Päuli zum Schlussresultat von 3:1.

Niemand hätte uns dies zugetraut, nicht einmal wir selber, denn bereits nach dem zweiten Spiel standen wir schon im Finale, da wir die direkte Begegnung gegen den FC Bülach gewonnen hatten. Über das gesamte Turnier gesehen war diese Finalteilnahme nicht einmal unverdient, denn wir spielten für unsere Verhältnisse stark und passten uns dem Gegner in jedem Spiel an. Nicht das wir immer das Spiel gemacht haben, aber wir zerstörten es klug, standen hinten sicher und liessen den Gegner eigentlich selten eine klare Chance zugestehen. Auch so nicht im letzten Gruppenspiel gegen den FC Rapperswil.

Mit der Sicherheit im Rücken, dass wir das Finale bereits erreicht hatten, spielten wir auch auf einmal wieder anders als in den beiden ersten Spielen. Zwar hatte der Gegner auch dieses Mal so gut wie keine klare Chance, doch konnten wir die vielen Fehler des Gegners nicht ausnützen. Als wir dann auf einmal 0:1 in Rückstand lagen hätte das Spiel eigentlich schon lange entschieden sein müssen. Nicht weniger als mindestens 4:0 zu unseren Gunsten hätte es stehen müssen. Aber meistens kommt es ja anders wenn man die Tore selber nicht macht. Aber schlussendlich gelang uns dann doch noch der mehr als verdiente 1:1 Ausgleich durch Päuli, doch leider blieb es nicht bei der Ungeschlagenheit in den Gruppenspielen, denn kurz vor Schluss nutze der FC Rapperswil den einzigen Fehler der Abwehr im ganzen Turnier eiskalt aus. Der aus dem Abseits enteilte Stürmer konnte nur noch durch ein Foul im 16er gestoppt werden und so kam es zum fälligen Elfer, denn der FC Rappi eiskalt zum Schlussresultat von 1:2 verwertete.

Wir mussten aber nicht die Köpfe hängen lassen, war der FC Rapperswil doch auch ein 3.Liga Absteiger, welchen wir über 30 Minuten dominiert hatten.

So kam es nach einer Pause zum verdienten Finalspiel über 2 x 20 Minuten gegen den FC Wallisellen aus der 3. Liga. Von der ersten Minute an nahmen die Walliseller das Spielgeschehen in die Hand, doch auch hier hatten wir die zwingenden Chancen und nicht der Gegner. Wir müssten klar mit 2 wenn nicht sogar 3:0 führen, doch stand uns das Glück im Abschluss nicht zur Seite. Aber wenigstens sah man auch in diesem Spiel, wo uns langsam aber sicher klar die Kräfte schwanden, dass wir eine Einheit waren und ein gutes Kollektiv besitzen. Jeder rannte und ackerte für den anderen, so dass wir bis zum Schluss eigentlich dem Gegner nur eine einzige Chance zugestehen mussten, welche aber Aeschi mit einer tollen Parade vereitelte.

Nach der Pause erhöhte der FC Wallisellen den Druck, doch auch hier schauten noch keine Chancen heraus. Unsere Abwehr stand hervorrangend und jeder half dem anderen, bis dann Mäts wegen eines angeblichen Foulspiels für 5 Minuten mit einer gelben Karte vom Feld musste. Der Druck stieg weiter an, doch wie aus dem nichts heraus lancierten wir einen Gegenstoss, Päuli enteilte der gesamten Abwehr und verwehrtete unsere einzige Chance in der zweiten Halbzeit eiskalt und schob überlegt am Goalie vorbei zum 1:0 für uns ein.

Leider konnten wir das Resultat nicht über die Bühne schaukeln, da sich durch die Müdigkeit individuelle Fehler einschlichen und der Gegner schlicht läuferisch besser war als wir. 5 Minuten vor Schluss erzielten sie durch eine schöne Einzelleistung und einem platzierten Sonntagsschuss das 1:1 und somit musste dieses Finale im Elfmeterschiessen entschieden werden, wo wir leider keine Nerven zeigten und von 3 Versuchen nur einen versenken konnten, hingegen der FC Wallisellen alle seine Versuche verwehrtete.

So schlossen wir dieses Turnier auf dem hervorragenden zweiten Schlussrang ab. Hätte uns dies jemand vor dem Turnier gesagt, jeder von uns hätte diesen Platz unterschrieben, doch mit der Leistung als Mannschaft haben wir uns dies verdient und Elfmeterschiessen ist immer Glücksache.

Wir können mehr als zufrieden und stolz auf uns sein. Dies lässt uns sicher ruhiger in die Meisterschaft schauen, doch dürfen wir uns klar nicht darauf ausruhen, denn dies waren auch nur Spiele über 30 Minuten und ob wir auch so weit gekommen wären in einem Turnier über 90 Minuten können wir nicht sagen und wollen es nun auch noch nicht herausfinden. Träumen ist ja erlaubt und ich denke, wir dürfen ruhig ein wenig stolz auf das Erreichte sein, denn wir haben dies nicht nur durch eine Mauertaktik wie die Griechen erreicht, sondern haben auch immer was zum Spiel beigetragen und durften feststellen, dass wir als Mannschaft immer schwer ztu schlagen sind, wenn ein jeder für den anderen geht und genau dies müssen wir in die Meisterschaft mitnehmen. Einer für alles und alle für einen !!!!

Auf geht's ......

   
Übersicht:

Gruppenspiele
FCOP3b - FC Bülach 2 2:0
FCOP3b - SV Rümlang 3:1
FCOP3b - FC Rappi 1:2

Finalspiel
FCOP3b - FC Wallisellen 1:1 (1:3 n.P)

Bemerkungen:
FCOP ohne Buchi, Dietz, Dubach, Mutschli, Schgall, Augerone, Andi, Jansa, Koller, Sevi, Schuh

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