SV Rümlang 2 - FC
Bäretswil 1b 7:1 (1:1)
Sportplatz Heuel, 20 Zuschauer, 12 Grad
Nach dem souveränen 3:0 Sieg in Glattfelden
trafen wir uns mit grossem Selbstvertrauen zum
letzen Saisonspiel gegen Bäretswil. Wie immer
pflegten wir am morgen vor dem Spiel leichte Konversation
bei einer Tasse Kaffee. Zu diesem Zeitpunkt stand
der Gegner bereits umgezogen auf der Terrasse
des Restaurants. Sie wollten uns mit ihren Jonglierkünsten
beeindrucken, wobei ein an der Wand angebrachter
Aschenbecher abgerissen wurde. Wir ignorierten
dies und begaben uns hoch motiviert in die Kabine.
Der Match begann bei leichtem Regen auf Platz
2. Unser Start war etwas harzig und promt musste
Marco bereits in der 11. Minute hinter sich ins
Netz greifen 0:1. Ab diesem Zeitpunkt nahmen wir
das Zepter in die Hand. Wir merkten dass der Gegner
labil war und kamen immer besser ins Spiel. Die
Bäretswiler begannen mit übelsten Beleidigungen
und Tätlichkeiten. Päulis Gegenspieler
versetzte ihm einen Fausthieb auf den Hinterkopf.
Päuli hatte Schaum vor dem Mund und die Situation
drohte das erste Mal zu eskalieren. Leider war
der Schiri mit der Situation komplett überfordert.
Wir zeigten die einzig richtige Antwort und erzielten
nach einem Steilpass auf Päuli das 1:1 in
der 15 Minute.
Der Trainer musste Päuli darauf auswechseln,
weil sonst die Fäuste geflogen wären!
Die Unsportlichkeiten seitens Bäretswil nahmen
weiter zu, wodurch der Spielfluss extrem eingeschränkt
wurde. Anfangs gingen wir noch auf die Provokationen
ein. Als wir uns nach kurzer Zeit wieder auf das
wesentliche konzentrierten sahen die nur wenig
zivilisierten Bäretswiler keine andere Möglichkeit
als sich selbst zu bekämpfen. In der 40.
Minute folgte ein weiteres Handgemenge bei Bäretswil.
Sie wollten sich gegenseitig an die Gurgel! Wir
verfolgten das bunte Treiben teils amüsiert
und teils nachdenklich. So endete die Erste Halbzeit
unentschieden.
In der Pause beruhigten wir uns gegenseitig. Plötzlich
knallte es beim Gegner! Ein Spieler zeigte uns
seine Karatekünste und zerbrach mit einem
Fusstritt das Plexiglas der Ersatzbank.
Wir liessen uns von solchen Dümmlichkeiten
nicht ablenken und begannen die 2. Halbzeit abgeklärt.
Unsere Disziplin wurde kurz darauf belohnt. Sven
zeigte einen seiner legendären Sololäufe
und erzielte in der 49. Minute das hochverdiente
2:1. Es ging weiter mit verbalen Tiefschlägen
der Bäretswiler. Dies kam uns sehr zugute,
weil sie sich nicht aufs Spielen und Beleidigen
gleichzeitig konzentrieren konnten. Die logische
Folge war das 3:1 in der 65. Minute. Nach einem
Schuss von mir konnte Dennis den Abpraller wunderschön
oben links in die zwölf setzen. Nun war der
Gegner physisch und psychisch am Ende. Der in
der Pause eingewechselte Nätsch bewies seine
Qualitäten als Flankengott, wodurch ich in
der 71. Minute zum 4:1 einköpfen konnte.
Auch beim 5:1 in der 78. Minute stand Nätsch
im Mittelpunkt. Nach einem Helmi Weitschuss stand
er goldrichtig und versenkte den Abpraller problemlos.
Nätsch genoss es im Mittelpunkt zu stehen
und kam in einen richtigen Spielrausch. Aufgrund
eines Spielunterbruchs wollten wir den Ball dem
Gegner aus Fairplay Gründen zuspielen. Nätsch
erkannte die Situation als einziger Spieler nicht
und interpretierte die faire Geste unsererseits
als Steilpass! Er schnappte sich den Ball und
zog zielstrebig los Richtung gegnerisches Tor.
Zuerst dachten wir Nätsch wolle sich ein
Spässchen erlauben. Als wir ihm jedoch mehrfach
zuriefen er soll abbrechen und dieser keine Reaktion
zeigte wurde uns klar, dass es sein Ernst war.
Er versenkte die Pille sicher zum 6:1 in der 81.
Minute. Anschliessend wollte er seine Freude mit
uns teilen und bemerkte dass etwas nicht stimmen
konnte. Wir erklärten ihm sein Fehlverhalten…
Endlich fand der Schiedsrichter den Mut einem
Bäretswiler die gelb/rote Karte zu zeigen,
nachdem er Fräntsch einen Fausthieb an die
Schulter versetzte und ihn aufs übelste beleidigte.
Wir konnten Fräntsch nur mit mühe zu
dritt zurückhalten, sonst hätte er seinen
Wiedersacher in Bud Spencer Manier ungespitzt
in den Boden gerammt. Den krönenden Schlusspunkt
setzte Phippi in der 85. Minute. Er liess die
Flanke von Dennis arrogant mit der Brust zum Schlussresultat
von 7:1 ins Tor prallen.
Nach dem Match wollten wir die Situation ganz
beruhigen und liessen die Bäretswiler alleine
in die Garderobe und spitzten auf dem Platz die
ersten Biere ab.
Zum Schluss möchte ich der Mannschaft ein
grosses Lob aussprechen für das sportliche
und disziplinierte Verhalten während und
nach dem Spiel.
Ich wünsche euch allen eine erholsame Sommerpause.
Gruss M.B.